Der Storch
Der Storch auf der alten Schmiede
Unter diesem Link können Sie den Storch beobachten: https://storch.oberkraemer.de/dat.php
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Storch Schmiede Schwante
Brutergebnisse 1992-2022

Storchentagebuch
2026
26.04.2026 – Fünf Eier im Nest
Nun ist auch das fünfte Ei im Nest zu sehen. Die Störche widmen sich ihrer Aufgabe mit großer Ruhe und Sorgfalt. Es wird zuverlässig gebrütet, die Eier werden regelmäßig gewendet und die weiche Nestmulde immer wieder liebevoll nachgearbeitet, sodass alle gut eingebettet liegen.
Mit fünf Eiern hat das Nest nun ordentlich "Gewicht" bekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Umso beeindruckender ist es, wie ruhig und aufmerksam die beiden ihre kleine Schatzsammlung behüten.
Jetzt heißt es vor allem: warmhalten, durchhalten und geduldig auf die nächsten großen Momente warten.
25.04.2026 – Vier Eier und ein schattenspendender Gentleman
Das vierte Ei wurde bereits gestern im Nest entdeckt – das Gelege ist damit weiter gewachsen und macht das Geschehen im Horst noch spannender.
Heute zeigt sich deutlich, wie gut die beiden miteinander harmonieren: Es wird aufmerksam gebrütet, regelmäßig gewendet und das Nest weiterhin liebevoll in Form gehalten.
Bei dem sonnigen Wetter war zudem eine besonders niedliche Szene zu beobachten: Er stellte sich so geschickt vor sie, dass ihr Kopf während des Brütens im Schatten lag – wie ein kleiner, gefiederter Sonnenschirm mit sehr ernstem Auftrag.
Ein herzerwärmender Moment, der zeigt, wie fürsorglich und aufmerksam die beiden miteinander umgehen.
22.04.2026 – Das dritte Ei und weiter offene Möglichkeiten
Heute wurde das dritte Ei im Nest bestätigt. Damit liegt aktuell ein Gelege aus drei Eiern im Horst, das von den Störchen sorgfältig betreut wird.
Die Mulde um die Eier wird weiterhin intensiv bearbeitet und regelrecht „aufgeflauscht“: Das Nestmaterial wird immer wieder zurechtgezupft, neu sortiert und weich ausgepolstert, sodass die Eier gut eingebettet und geschützt liegen. Die Brutpflege wirkt dabei ruhig, konzentriert und bereits sehr eingespielt.
Ob das Gelege damit bereits vollständig ist, bleibt allerdings offen. Es ist durchaus möglich, dass noch weitere Eier folgen – die kommenden Tage werden zeigen, ob sich das aktuelle Bild noch verändert oder ob die drei Eier zunächst so bleiben.
Im Moment liegt jedenfalls eine kleine, gut versorgte Dreiergruppe im Nest, eingebettet in ein zunehmend perfektioniertes „Brutkissen“.
20.04.2026 – Zwei Eier befinden sich im Nest
Die Störche waren bis jetzt richtig fleißig: Inzwischen liegen zwei Eier im Nest, und die Störchin bewacht ihr kleines Gelege mit beeindruckender Hingabe. Während sie immer wieder vorsichtig nachsortiert und die Eier wendet, arbeitet ihr Partner unermüdlich am Ausbau des Horstes. Immer wieder kehrt er mit neuem Nistmaterial zurück – Zweige, Grasbüschel, manchmal sogar überraschende Fundstücke – und verstärkt Schicht für Schicht den Nestwall.
So wächst nicht nur das Gelege, sondern auch das Zuhause der beiden, während sie sich auf den Nachwuchs vorbereiten.
17.04.2026 – Das erste Ei ist da
Heute gab es einen ganz besonderen Moment: Das erste Ei wurde im Nest entdeckt! Die beiden Störche legen weiterhin einen richtigen Bau-Marathon hin und sorgen dafür, dass der Horst immer kuscheliger wird. Der äußere Rand wird fleißig verstärkt, mit stabilen Ästen, die sie oft auch gemeinsam befestigen.
Besonders zauberhaft ist, wie Mama Storch das Nestmaterial behutsam um das Ei schichtet. Mit ihrem Schnabel richtet sie alles immer wieder aus, damit das Ei schön warm und sicher liegt.
Heute ist ein richtig regnerischer Tag, und es nieselt bereits. Es bleibt zu hoffen, dass das Ei das gut übersteht. Zum Glück sind die Küken noch nicht geschlüpft – das weiche Gefieder ist also noch geschützt. Jetzt bleibt es ganz gespannt abzuwarten, was die nächsten Tage bringen.
13.04.2026 – Deutliche Fortschritte im Nestbau
Über das Wochenende hat sich am Nest sichtbar einiges getan. Das über Herbst und Winter gewachsene grüne Gras ist inzwischen kaum noch zu sehen – Peu à peu wurde es mit gelb-braunem Nistmaterial überdeckt. Das Nest wirkt nun deutlich aufgeräumter und bereit für das, was kommen soll.
Die beiden Störche sind aktuell immer häufiger gemeinsam am Nest zu beobachten. Ihr Verhalten lässt kaum Zweifel daran, dass sie es in diesem Jahr ernst meinen: Regelmäßig ist zu sehen, wie sie versuchen, für Nachwuchs zu sorgen.
Dabei geht es nicht immer ganz elegant zu – insbesondere er zeigt mitunter recht plumpe Annäherungsversuche, bei denen sie ihn kurzerhand wieder von ihrem Rücken „abschüttelt“. Ein Schauspiel, das durchaus amüsant anzusehen ist und gleichzeitig zeigt, dass sich die beiden noch aufeinander einspielen.
Es bleibt spannend, wie sich das junge Paar weiter entwickelt – doch die Zeichen stehen im Moment klar auf Familiengründung.
10.04.2026 – Aktivität am Nest
Heute zeigen sich beide Störche deutlich am Nest und sind bereits eifrig dabei, es für die neue Saison herzurichten. Mit viel Ruhe und gleichzeitig geschäftigem Treiben werden Zweige neu sortiert, ausgerichtet und an die richtige Stelle gebracht. Zwischendurch gönnen sich die beiden immer wieder kurze Pausen, in denen sie aufmerksam ihre Umgebung beobachten.
Auffällig ist, dass beide Störche unberingt sind. Daher liegt der Eindruck nahe, dass es sich in diesem Jahr möglicherweise um ein neues Pärchen handeln könnte. Ob sie bleiben werden oder ob „unser“ Storch doch noch seinen Platz zurückfordert, bleibt spannend abzuwarten.
Die Erinnerung an das vergangene Jahr ist dabei noch präsent: Damals hatte sich ein Pärchen ebenfalls zunächst am Nest niedergelassen, wurde jedoch einige Tage später wieder vertrieben. Ob sich die Geschichte wiederholt oder diesmal eine stabile Brutgemeinschaft entsteht, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Für den Moment heißt es: reges Treiben im Nest – und viel Spannung, wie sich die Saison weiterentwickelt.
08.04.2026 – Erste Sichtung der Störche
Vorgestern war es endlich so weit: Unsere Störche wurden zum ersten Mal in diesem Jahr gesichtet. Noch ganz leise und beinahe unbemerkt haben sie sich zurückgemeldet – ein erster Gruß aus dem Frühling, der langsam Einzug hält.
Aktuell zeigen sich Herr und Frau Storch nur sporadisch am Nest, als würden sie sich nach der langen Reise erst einmal orientieren und gemeinsam ankommen. Das Nest selbst trägt noch deutlich die Spuren des Winters – ungeputzt, mit altem Gras bedeckt und noch nicht für die kommende Saison hergerichtet. Es wirkt, als hätte die neue Storchensaison in Schwante gerade erst zaghaft begonnen.
Wir sind gespannt auf die nächsten Tage, wenn aus den kurzen Besuchen wieder mehr Vertrautheit entsteht und beide beginnen, das Nest Stück für Stück herzurichten. Willkommen zurück, ihr zwei – auch wenn ihr euch noch rar macht, wir haben euch schon vermisst.
2025
Ende August 2025 – Aufbruch in die Freiheit
Fast ein wenig still ist es geworden rund um unser Storchennest. In den letzten Augusttagen zeigte sich immer deutlicher, dass unsere beiden Jungstörche nun ihren eigenen Weg gefunden haben. Schon seit Mitte des Monats waren sie nur noch sporadisch zu sehen – mal früh am Morgen, mal kurz vor Sonnenuntergang, wenn sie sich für ein, zwei Stunden auf dem Horstrand ausruhten oder sich im Abendlicht das Gefieder pflegten. Doch diese Besuche wurden seltener, kürzer, flüchtiger – bis das Nest schließlich leer blieb.
Es ist ein eigenartiger Anblick, dieses leere Nest. Wochenlang war es der Mittelpunkt allen Lebens: ein Ort voller Bewegung, Klappern, Flügelschläge, Zank und Zärtlichkeit. Nun liegt es ruhig da, als hätte es selbst eine kleine Pause verdient – nach all den aufregenden Monaten.
Unsere beiden Jungstörche haben ihre Kindheit hinter sich gelassen. Und doch darf man sich trösten: Ganz fort sind sie nicht. Vielleicht drehen sie noch einige Runden über ihre Heimatgemeinde, vielleicht landen sie ein letztes Mal auf dem vertrauten Horst, bevor sie endgültig gen Süden ziehen.
Zurück bleibt ein leeres Nest – und ein Herz voller Erinnerungen. Von den ersten zaghaften Bewegungen über das Chaos beim Füttern bis zu den stolzen Flügen in den Himmel – wir durften Zeugen einer ganzen kleinen Lebensgeschichte werden.
Nun beginnt für unsere Jungstörche das große Abenteuer, das sie weit über unsere Felder hinausführt. Mit Rückenwind, Mut und Neugier – und, wer weiß, vielleicht auch mit einer stillen Rückfahrkarte im Herzen.
Gute Reise, ihr beiden. Und vielleicht – bis zum nächsten Frühling.
10. August 2025 – Flügge mit Rückfahrkarte
Unsere beiden Jungstörche meinen es jetzt ernst – die Flugübungen der vergangenen Tage zeigen Wirkung. Schon in den letzten Tagen hatten sie das Nest immer wieder für kurze Ausflüge verlassen, doch gestern wurde es erstmals für längere Zeit leer: Erst hob der eine ab, dann folgte der andere – und das Nest blieb für mehrere Stunden ganz ohne seinen vertrauten Nachwuchs zurück.
Ein ungewohnter Anblick, wenn nach all der Zeit plötzlich niemand mehr im Horst steht, flattert oder kuschelt. Doch obwohl der Moment leise Wehmut auslöst, überwiegt die Freude: Die beiden sind dabei, flügge zu werden – mit allem, was dazugehört.
Trotz wachsender Eigenständigkeit bleibt das Nest aber weiterhin ein wichtiger Orientierungspunkt. Immer wieder kehren sie zurück – zum Ausruhen, zur Fütterung oder einfach nur, um da zu sein. Und sobald es nach Futter riecht oder die Altvögel am Horizont auftauchen, dauert es meist nicht lange, bis beide wieder im Nest stehen, als wären sie nie weg gewesen.
Optisch haben sich die zwei zu fast vollständigen Störchen entwickelt: Die ersten Rottöne zieren ihre Schnäbel, das Gefieder ist nahezu ausgewachsen, und auch der Blick hat sich verändert – entschlossener, aufmerksamer, wacher.
Die Trockenübungen gehören noch immer zum Tagesprogramm – Flügel ausbreiten, Anlauf nehmen, hochspringen, wieder landen. Man merkt: Auch wenn sie sich schon in der Luft behaupten können, ist noch nicht jeder Start und jede Landung elegant.
Die Geschwisterbindung bleibt dabei spürbar stark. Wenn beide gemeinsam abheben oder nebeneinander im Nest landen, wirkt es fast wie ein eingespieltes Team. Und auch in den ruhigeren Momenten, wenn sie eng beieinanderstehen oder gemeinsam in die Ferne blicken, wird deutlich: Diese beiden haben gemeinsam viel gelernt – und nehmen nun ihre ersten großen Schritte ins Leben.
Ein letztes Mal vielleicht mit Zwischenstopp im heimischen Nest – bevor es bald ganz heißt: Auf in die Welt.
28. Juli 2025 – Teenager im Nest: Erste Flügelschläge und Geschwisterbande
Unsere beiden Jungstörche sind nun oft ganz allein im Nest zu sehen. Mama und Papa "verstecken" sich mehr und mehr – man sieht die Eltern kaum noch. Trotzdem klappt die Fütterung noch zuverlässig, wenn auch mittlerweile etwas anders: Das Futter ist nicht mehr so stark vorverdaut wie früher, denn die Teenies bekommen immer mehr eigene Kraftreserven.
Beim Füttern oder sogar schon beim Versuch der Altvögel, das Futter hervorzuwürgen, bricht regelmäßig ein großes „Towubawohu“ aus. Die beiden schlagen wild mit ihren mittlerweile schon beachtlich breiten Flügeln – ein lustiger Anblick, wenn die jungen Störche im Nest so temperamentvoll agieren.
Manchmal sieht es so aus, als wenn die Kleinen erste Trockenübungen für Flugversuche starten. Dabei schlagen sie mächtig mit den Flügeln und springen quasi kurz aus dem Nest hoch. Amüsant mit anzusehen!
Zwischendurch gibt es aber auch ruhige Momente: Oft kuscheln die beiden miteinander, legen den Kopf beim Geschwisterchen ab und schauen mit leicht schräg geneigtem Kopf aufmerksam in die Luft – offenbar auf der Suche nach möglichen Feinden. Sie liegen häufig parallel nebeneinander, blicken in die gleiche Richtung und wirken dabei fast wie zwei kleine Wachposten. Der Platz im Nest wird dabei allmählich eng, und die kleinen Kämpfer werden jeden Tag selbstbewusster.
Die ersten Flügelschläge werden deutlicher spürbar, und die Teenager zeigen sich bereit, die große weite Welt bald zu erkunden. Schritt für Schritt – Flügelschlag für Flügelschlag.
07. Juli 2025 – Teenager im Nest
Unsere beiden Jungstörche entwickeln sich zusehends – und man merkt: Die Kindertage neigen sich dem Ende zu. Mit aufrechtem Stand auf beiden Beinen betrachten sie neugierig ihre Umgebung – oft nebeneinander, wie zwei kleine Wächter auf Posten. Manchmal sind die Haltungen noch etwas wackelig, und wenn das Gleichgewicht nicht ganz mitspielt, hilft der Schnabel als dritte Stütze, um nicht nach vorne zu kippen. Ein herrlich komischer Anblick!
Was geblieben ist: Die enge Bindung zwischen den beiden. Oft liegen sie dicht aneinander geschmiegt im Nest, wie früher, als sie noch kaum den Kopf heben konnten. Es wirkt fast, als würden sie sich gegenseitig Rückhalt geben – eine leise, aber starke Geschwisterliebe.
Doch wie so oft endet auch diese Liebe spätestens dann, wenn Futter ins Spiel kommt. Dann zählt nur noch eines: Wer zuerst kommt, pickt zuerst! Nicht selten kriechen sie dabei den Altvögeln beinahe in den Hals, wenn diese mit der Futterübergabe beginnen. In der Aufregung landet dann schon mal ein Teil der Mahlzeit nicht im Schnabel, sondern auf dem Rücken der Geschwister – und was dort klebt, wird kurzerhand gegenseitig vom Gefieder gepickt. Eine charmant-chaotische Fütterungsszenerie, bei der am Ende meist beide aussehen, als hätten sie gerade ein Schlammbad genommen.
Auffällig ist auch die optische Veränderung: Die schwarzen Schwungfedern wachsen unübersehbar, und allmählich verwandeln sich die Kleinen in stolze, wenn auch noch etwas unfertige Mini-Störche. Ihre Schnäbel sind noch dunkelgrau und die elegante Linienführung der Altvögel fehlt noch – aber der Teenager-Look ist unverkennbar.
Mama und Papa hingegen lassen sich inzwischen seltener blicken. Immer öfter sind die beiden Jungstörche über Stunden allein im Nest, auch abends, wenn früher noch regelmäßig ein Elternteil Wache hielt. Offenbar ist das Vertrauen groß – und berechtigt: Die beiden meistern ihre neue Selbstständigkeit mit erstaunlicher Ruhe.
Noch bleiben sie vorerst bodenständig. Vom Abheben sind sie zwar noch ein gutes Stück entfernt – aber sie wirken bereit, die Welt mit offenen Augen zu erkunden. Schritt für Schritt – oder besser gesagt: Flügelschlag für Flügelschlag.
15. Juni 2025 – Hitze, Fortschritte & ein kleiner Regenspäher
Heute war das Wetter ein Wechselbad der Natur. Tagsüber herrschte drückende Hitze, und das spürte man auch im Storchennest. Sowohl die Altstörche als auch die beiden Kleinen saßen mit geöffneten Schnäbeln da, um sich abzukühlen – fast, als würden sie gemeinsam still „hecheln“. Auch die Flügel hingen locker vom Körper herab – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr ihnen die Hitze zusetzte.
Ein besonders rührender Anblick: Die Kleinen rutschen bei dieser Hitze immer wieder in den Schattenfleck, den Mama oder Papa spendet, und kuscheln sich dicht an den schattigen Schutz. So bleibt die Nähe bestehen – und ein bisschen Kühlung gleich mit dabei.
Seit gestern wurden die beiden Kleinen außerdem erstmals für eine Weile allein im Nest zurückgelassen – ein großer Entwicklungsschritt! Sie meistern das erstaunlich gelassen und wirken schon deutlich selbstständiger. Besonders auffällig: Mittlerweile treten sie ganz selbstverständlich an den Nestrand, wenn sie ihr Geschäft verrichten – ganz so, wie sie es sich bei den Altvögeln abgeschaut haben.
Am Abend dann der Wetterumschwung: Plötzlich regnete es in Strömen. Einer der Altstörche setzte sich schützend über das Nest – und aus dem dichten Gefieder lugte immer wieder ganz vorsichtig ein kleiner Storchenkopf hervor, wie ein winziges Periskop. Ein niedlicher Anblick inmitten des Regens.
12.06.2025 – Perspektivwechsel
Gestern wagten sich die beiden Küken zum allerersten Mal an den Rand des Nestes. Schulter an Schulter standen sie dort – noch etwas wackelig, aber sichtlich neugierig – und blickten hinaus auf die Welt. Vielleicht haben sie die nahen Baumwipfel bestaunt oder dem Verkehr unter ihnen zugesehen.
Ein fast rührender Moment: Bisher konnten wir sie über die Kamera rund um die Uhr beobachten – nun scheinen sie den Spieß umzudrehen. Es wirkt fast so, als würden sie jetzt uns beobachten. Wer da wohl neugieriger ist?
Ein kleiner Schritt Richtung Selbstständigkeit – und ein großer Moment für alle, die sie begleiten.
06.06.2025 – Kleine Schritte, große Momente
Die beiden Küken entwickeln sich prächtig und zeigen schon erste Eigenheiten. Zur Schlafenszeit kuscheln sie sich gerne eng aneinander – manchmal so eng, dass sie dabei ihre kleinen Hälse verschlingen und kaum auseinanderzuhalten sind.
Wenn sie wach sind, wird der Schnabel häufig geöffnet und in die Höhe gereckt – vermutlich in der Hoffnung auf Futter. Dieses Verhalten ist besonders dann zu beobachten, wenn einer der Altvögel über ihnen steht. Das kleine „Klappern“, das sie dabei von sich geben, ist leise und nur zu sehen, nicht zu hören – eine zarte Geste in Richtung Mama oder Papa.
Immer wieder tapsen sie inzwischen auch ein wenig durchs Nest, wenn auch noch recht unsicher – hin und wieder landen sie dabei direkt auf den verbliebenen Eiern.
Mama kümmert sich liebevoll: Sie betreibt regelmäßig Gefiederpflege bei ihren Kleinen, zupft vorsichtig an den ersten Flaumfedern. Und auch Papa sorgt für Nachschub – vor wenigen Tagen gab es zum Mittag eine nicht gerade kleine Ratte, natürlich wie immer vorverdaut. Beim Herunterwürgen hatte er allerdings gut zu tun – kein ganz leichter Brocken!
Die beiden übrigen Eier liegen weiterhin unberührt im Nest. Inzwischen ist klar: Aus ihnen wird kein Leben mehr schlüpfen. Die Altstörche haben sie noch eine Zeit lang vorsichtig beäugt und regelmäßig gedreht, doch seit Kurzem schenken sie ihnen keine Aufmerksamkeit mehr. Der Fokus liegt nun ganz auf der Aufzucht der beiden munteren Küken, die mit jedem Tag etwas kräftiger werden.
30.05.2025 – Zwei kleine Schnäbel im Nest
Heute Morgen ist das zweite Küken geschlüpft! Nun tummeln sich zwei kleine, flauschige Storchenküken im Nest – und beide scheinen bereits einen beachtlichen Appetit zu haben. Kaum erhebt sich einer der Altvögel vom Brüten, wird lautstark um Futter gebeten. Noch wirken die Bewegungen etwas tapsig, und die kleinen Köpfchen sind offenbar noch schwer – sie kippen zwischendurch immer mal wieder nach vorne weg.
Mama und Papa wechseln sich fürsorglich ab: Während einer brütet, kümmert sich der andere um Nahrung oder polstert das Nest weiter aus. Auch die beiden verbliebenen Eier werden aufmerksam betreut und regelmäßig gedreht, damit sich die darin heranwachsenden Küken gleichmäßig entwickeln können. Rund um die Eimulde wird das Nest weiterhin immer wieder vorsichtig aufgelockert – mit Blick auf das Wohl der ganzen kleinen Familie.
29.05.2025 – Das erste Küken ist geschlüpft!
Gestern früh war es endlich so weit – das erste Küken hat das Licht der Welt erblickt! Seitdem ist deutlich mehr Leben im Nest zu spüren. Während einer der beiden Altstörche nun fast dauerhaft brütet, ist der andere mit der Versorgung beschäftigt: Futter wird herangeschafft, das Nest weiter ausgepolstert und stets ein wachsames Auge auf die Umgebung geworfen.
Ein besonders rührender Moment war am Nachmittag zu beobachten: Der Altstorch brachte eine kleine Kröte ins Nest und wies dem Küken ganz geduldig den Weg zum Futter. Anfangs schien es noch etwas unsicher, aber mit sanfter Führung fand es schließlich den Weg.
Natürlich wurde die Kröte nicht im Ganzen verfüttert – der Altstorch hatte sie bereits vorverdaut und würgte sie in kleinen Portionen ins Nest, sodass das Küken die Nahrung aufnehmen konnte. Ob es sich um die erste Fütterung handelte, lässt sich nicht sagen – aber der Anblick war dennoch ein ganz besonderer.
Es ist schön zu sehen, wie fürsorglich sich beide Eltern kümmern. Das Nest wirkt jetzt noch lebendiger – und wir warten gespannt, ob bald ein weiteres Küken schlüpft.
12.05.2025 – Aufräumen im Nest
Heute Vormittag war Herr Storch auffällig aktiv beim Brüten. Immer wieder stand er auf, lockerte das Material rund um die Eier und warf klumpige, verfilzte Nestreste hinaus. Es wirkte fast so, als würde er „aufräumen“.
Doch all das hat seinen Sinn: Durch das Auflockern sorgt er für ein luftigeres Nestklima – wichtig für Temperatur, Feuchtigkeit und Hygiene. Auch das regelmäßige Drehen der Eier gehört dazu. Dabei werden die Eier gleichmäßig erwärmt und die Küken im Inneren können sich besser entwickeln.
Vielleicht hören die beiden ja sogar schon erste zarte Laute aus dem Inneren – wer weiß?
02.05.2025 – Und es sind schon vier
Heute Morgen lag das vierte Ei im Nest! Trotz des stürmischen Wetters gestern und teils kräftigem Regen am Nachmittag und frühen Abend, haben unsere Störche alles im Griff behalten. Eng aneinander gekuschelt und gut geschützt hat das Paar die Nacht überstanden – und heute früh mit einem weiteren Ei belohnt.
30.04.2025 – Ei Nummer drei
Heute Morgen wurde das dritte Ei im Nest entdeckt! Unser Storchenpaar teilt sich das Brüten mittlerweile routiniert. Während einer behutsam auf den Eiern sitzt, ist der andere weiter mit Nestpflege beschäftigt: Zweige werden neu sortiert, weiches Material ergänzt – und im Inneren wird eine schützende Kuhle geformt, in der die Eier sicher und warm liegen. Es läuft alles wie im Bilderbuch.
29.04.2025 – Das zweite Ei ist da!
Seit heute Morgen liegt ein weiteres Ei im Nest. Unser Storchenpaar wirkt ruhig und eingespielt – die Abläufe rund ums Brüten und Bewachen scheinen sich gut eingependelt zu haben. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Familienglück.
27.04.2025 – Ein großer Schritt!
Gestern waren unsere beiden Störche besonders fleißig: Mit viel Einsatz wurde das Nest weiter verbessert. Für die Stabilität des Außenbereichs wurden kräftige Äste herangeschafft, während der Innenbereich mit mehreren Ladungen weichen Materials ausgepolstert wurde.
Auch die Störchin half eifrig mit – und zeigte dabei durchaus ihren eigenen Kopf: Immer wieder korrigierte sie das Werk ihres Partners, wenn ihr etwas nicht ganz zusagte.
Und die Mühe hat sich gelohnt: Heute Morgen entdeckten wir das erste Ei dieses Paares im Nest! Ein hoffnungsvoller Beginn, der uns auf spannende Wochen voller Erwartung blicken lässt.
Als die Störchin brütete und ihr Partner zum Nest zurückkehrte, wurde die Freude über das Ei deutlich sichtbar: Beide klapperten energisch miteinander, breiteten stolz ihre Flügel aus und begutachteten liebevoll das kleine Wunder. Es ist berührend zu sehen, mit wie viel Hingabe die beiden ihr gemeinsames Glück feiern.
24.04.2025 – Nestarchitekt am Werk
Aktuell wird am Nest eifrig gearbeitet. Besonders Herr Storch ist derzeit stark eingespannt – mit viel Engagement richtet er die äußere Neststruktur her.
Drinnen sieht es bereits sehr vielversprechend aus: weich, einladend und bereit für neue Anfänge. Man spürt – unser Storchenpaar meint es ernst :-)
21.04.2025 – Ein Ei kommt, ein Ei geht
Am Montagmorgen lag ein Ei im Nest – vermutlich ein Überbleibsel des vorangegangenen Storchenpartners. Unsere Störchin zeigte zunächst Brutverhalten, doch das neue Männchen entfernte das Ei später. Möglicherweise ein notwendiger Schritt, um Platz für einen echten Neuanfang zu schaffen.
Trotz dieses kleinen Rückschlags bleibt die Hoffnung: auf neue Eier, auf ein gemeinsames Brüten – Schritt für Schritt in Richtung einer erfolgreichen Saison.
19.04.2025 - Endlich ein neues Paar
Gegen 7:00 Uhr wurde das Nest von einem Storchenpaar in Besitz genommen. Die zwei Störche verbrachten den ganzen Samstag auf dem Nest. Gefühle wurden ausgetauscht und am Nest gewerkelt. Am Sonntag blieb der Storch bis gegen Mittag am Nest und war dann nicht mehr zu sehen. Schon am späten Nachmittag tauchte ein weiterer Storch auf und wollte auf das Nest. Lange verhinderte das die Störchin. Abends gegen 20:30 Uhr (1. OSTERFEIERTAG) hat sie es zulassen der Storch landete auf dem Nest. Der neue Partner ist beringt und hat die Ringnummer XL 873. Wie es nun mit unseren Störchen weitergeht ist spannend.
17.04.2025 - EIner kommt einer geht
Mittlerweile hat sich das erste Storchenpaar verabschiedet und ist weitergezogen. Insgesamt wurde das Nest bisher fünfmal von Störchen aufgesucht, keiner ist länger als einen Tag geblieben. Zwischendurch (16.04.2025) lag sogar ein Ei im Nest, was jedoch unglücklicherweise aus dem Nest fiel.
03.04.2025 – Das Storchenpaar ist vereint!
Nach einigen Tagen des Wartens und gelegentlicher Abwesenheit unseres ersten Storchs gibt es nun freudige Nachrichten: Heute Abend, pünktlich zur Tagesschau um 20:00 Uhr, ist auch der zweite Storch angekommen!
Die vergangenen Tage waren von Ungewissheit geprägt, denn unser Storch schien zwischendurch verschwunden. War er auf Erkundungstour? Suchte er nach Nahrung in der Umgebung? Was auch immer der Grund war – heute ist die Freude umso größer, denn das Warten hat sich gelohnt.
Es war der erste richtig warme Tag und die Sonne stand bereits tief am Horizont, als der zweite Storch angeflogen kam. Das Wiedersehen war perfekt. Nun stehen sie gemeinsam auf ihrem Horst, klappern vertraut miteinander und scheinen sich über das Wiedersehen genauso zu freuen wie wir.
Mit der Ankunft beider Störche ist der Frühling nun endgültig bei uns eingezogen. Möge eine erfolgreiche Brutsaison vor ihnen liegen!
28.03.2025 – Rückkehr des Storchs
Am heutigen Morgen, um exakt 9:10 Uhr, war es endlich so weit: Der Storch ist zurück! Nach einer langen Reise aus dem Winterquartier kam er, wie jedes Jahr, pünktlich und mit einem stolzen Flug in unser vertrautes Revier. Es ist immer wieder ein besonderer Moment, der uns daran erinnert, dass der Frühling einkehrt.
Nach anfänglichem Nebel heute Morgen, landete er voller Vorfreude und mit den ersten Sonnenstrahlen auf dem Rücken auf seinem gewohnten Nestplatz. Willkommen zu Hause, lieber Storch – wir freuen uns, dich wieder bei uns zu haben.
2024
30.03.2024
Der Storch ist am Karsamstag zurück gekehrt, verließ sein Nest nach kurzer Zeit aber bereits wieder. Ein neuer Storch hat dann übernommen – ein relativ junges Tier – und kam mit seiner Partnerin (ebenfalls jung) fast zeitgleich an. Aus diesem Grund kann mit dem Eierlegen erst später begonnen werden als die Jahre zuvor.
24.04.2024
Endlich – das erste Ei liegt im Nest! Es wird höchste Zeit, da die Brutzeit 30-32 Tage beträgt und wir dann zum Schlüpfen bereits Ende Mai haben. Es können gerne noch weitere Eier "purzeln".
30.04.2024
Mittlerweile sind es 4 Eier im Nest.
Leider sind kurze Zeit später alle vier Eier aus dem Nest verschwunden und auf dem Dach und weiter unten am Boden zersprungen. Wie es dazu kam, ob der Wind an diesem Tage Schuld war oder es einen Angreifer gab, war leider nicht mehr zu ermitteln.