14.06.2026 – Ein weiterer trauriger Verlust
Heute zeigte sich erneut, wie verletzlich das Leben im Horst gerade in den ersten Wochen ist. Am Morgen war das dritte Küken, das schon seit einigen Tagen deutlich kleiner wirkte als seine beiden Geschwister, noch im Nest zu erkennen. Am Nachmittag jedoch war von ihm nichts mehr zu sehen.
Da es im Laufe des Tages recht stürmisch wurde, liegt die Vermutung nahe, dass das kleine Küken aus dem Nest gefallen sein könnte. Ganz ausschließen lässt sich allerdings auch nicht, dass die Altstörche nachgeholfen haben. In der Natur kommt es vor, dass deutlich schwächere Jungtiere nicht weiter versorgt werden, wenn ihre Überlebenschancen gering erscheinen oder die Versorgung der stärkeren Geschwister gefährdet wäre.
Was genau geschehen ist, wird sich nicht mehr feststellen lassen. Sicher ist nur, dass nun noch zwei Küken im Horst verbleiben. Sie wirken weiterhin kräftig und werden von den Eltern aufmerksam versorgt.
So traurig dieser Verlust auch ist, erinnert er einmal mehr daran, dass das Leben in einem Storchennest nicht nur von Fürsorge und Wachstum geprägt ist, sondern auch von den oft harten Regeln der Natur.
26.05.2026 – Ein trauriger Tag im Horst
Heute zeigte sich leider auch die harte Seite des Lebens in einem Storchenhorst. Offenbar wurde im Laufe des Vormittags eines der Küken aus dem Nest geworfen. Das Küken, das zuletzt noch im Ei vermutet wurde, ist mittlerweile ebenfalls nicht mehr zu sehen.
So traurig und schwer das beim Beobachten auch ist – bei Wildstörchen kommt dieses Verhalten leider vor. Wenn Nahrung, Platz oder die Kräfte der Eltern nicht für alle Jungtiere ausreichen oder ein Küken schwächer wirkt, treffen die Altstörche manchmal sehr konsequente Entscheidungen. Was für uns grausam erscheint, dient in der Natur oft dazu, den verbleibenden Nachwuchs zu schützen und ihm bessere Überlebenschancen zu geben.
Im Nest geht das Leben dennoch weiter: Die verbliebenen Küken werden versorgt, gewärmt und gefüttert, während die Eltern ihren Alltag scheinbar unbeirrt fortsetzen. Gerade dieser Kontrast zwischen Fürsorge und der Härte natürlicher Auslese macht das Beobachten manchmal emotional schwierig.
Heute bleibt vor allem ein bedrückendes Gefühl zurück – und die Erinnerung daran, dass Natur nicht nur niedlich und liebevoll, sondern gelegentlich auch sehr schonungslos ist.
25.05.2026 – Vier Küken, ein wartendes Ei und viel Bewegung im Nest
Im Horst ist inzwischen richtig Leben eingezogen: Die vier Küken sind gut zu erkennen und sorgen für durchgehende Aktivität zwischen Futterbetteln, Umherwackeln und dem ständigen Ankuscheln unter die schützenden Flügel der Eltern.
Die Brutpflege ist jetzt komplett in den Aufzuchtmodus übergegangen. Die Altstörche wechseln sich regelmäßig ab, bringen Futtter und versuchen gleichzeitig, die Kleinen in der Nestmulde zusammenzuhalten. Dabei wird weiterhin viel "sortiert" und zurechtgeschoben – manchmal durchaus energisch, aber immer mit dem Ziel, die Küken möglichst sicher zu platzieren und vor dem Herausfallen oder Verstreuen im Nest zu bewahren.
Das fünfte Ei liegt weiterhin im Horst und wartet noch auf seinen Moment. Insgesamt wirkt das Nest jetzt wie eine kleine, sehr geschäftige Kinderstube, in der kaum noch eine ruhige Minute vergeht – aber genau das gehört in dieser Phase ganz natürlich dazu.
24.05.2026 – Vier kleine Störche und ein schmutziger Rückkehrer
Vorgestern ist nun auch das vierte Küken geschlüpft. Damit wird es langsam richtig voll und lebendig im Horst. Zwischen den kleinen Köpfen, den langen Schnäbeln der Eltern und dem ganzen Nistmaterial herrscht inzwischen fast durchgehend Bewegung.
Dabei geht es nicht immer sanft zu: Wenn die Ordnung im Nest offenbar nicht ganz den Vorstellungen der Eltern entspricht, wird schon mal kurzerhand ein Küken am Kopf und Schnabel gepackt und an eine andere Stelle gezogen – der restliche kleine Körper rutscht dann hinterher. Für uns sieht das manchmal ziemlich ruppig aus, gehört bei Störchen aber tatsächlich zum normalen Umgang im engen Nestalltag. Die Eltern versuchen damit vor allem, die Kleinen sicher zu platzieren oder wieder dichter unter sich zu sammeln.
Heute sorgte außerdem ein ziemlich ungewöhnlicher Anblick für Aufmerksamkeit: Einer der Altstörche kehrte völlig durchnässt und vom Kopf bis zum oberen Rücken grau-braun verschmutzt zum Horst zurück. Fast wirkte es, als hätte er ein unfreiwilliges Schlammbad genommen. Vielleicht war die Futtersuche heute besonders matschig oder ein feuchter Acker bot reichlich Nahrung für die hungrige Strochenfamilie.
Das fünfte Ei ist bislang noch nicht geschlüpft und liegt weiterhin gut behütet zwischen den mittlerweile deutlich aktiveren Geschwistern. Nun bleibt spannend, ob sich auch dort bald ein kleiner Schnabel durch die Schale arbeitet.
22.05.2026 – Jetzt sind es drei
Heute lugte plötzlich noch ein drittes kleines Köpfchen zwischen Federn, Halmen und den großen Storchenbeinen hervor. Noch etwas wackelig und winzig, aber eindeutig bereit, bei dem ganzen Nesttrubel mitzumischen.
Man merkt sofort, dass sich die Stimmung im Horst verändert hat: Wo vor kurzem noch ruhig gebrütet wurde, herrscht nun deutlich mehr Bewegung. Ständig hebt irgendwo ein kleiner Kopf ab, verschwindet wieder unter einem Flügel oder taucht an anderer Stelle erneut auf.
Besonders spannend sind inzwischen die ersten Fütterungen: Kommt ein Altstorch mit Nahrung zurück, wird sich sofort aufgeregt unter den großen Schnäbeln gereckt und gestreckt. Das Futter wird dabei direkt ins Nest gewürgt, wo die Kleinen erstaunlich zielstrebig versuchen, sich die besten Happen zu sichern – noch etwas tapsig, aber schon mit erstaunlichem Ehrgeiz.
Die Eltern wirken dabei fast ein wenig die überforderte, aber sehr bemühte Restaurantbesitzer im Dauerbetrieb: prüfen, sortieren, wärmen, füttern – und zwischendurch möglichst niemanden aus Versehen auf die Füße oder den Kopf treten.
Aus dem einst ruhigen Eiernest wird nun Stück für Stück eine wuselige kleine Storchen-WG.
21.05.2026 – Die ersten Küken sind geschlüpt
Heute ist es endlich soweit: Die ersten beiden Küken sind geschlüpft!
Zwischen den großen weißen Eiern sind nun plötzlich zwei winzige, zarte Storchenkinder zu entdecken – noch ganz klein, mit feinem, leicht feuchtem Flaum und wackeligen Bewegungen. Immer wieder strecken sie ihre Köpfchen nach oben oder kuscheln sich dicht aneinander und unter das schützende Gefieder der Eltern.
Im Horst herrscht nun spürbar mehr Leben und Aufmerksamkeit. Die Altstörche reagieren äußerst wachsam, beugen sich häufig zu den Kleinen hinunter und kontrollieren vorsichtig das Nestgeschehen. Gleichzeitig müssen weiterhin die verbliebenen Eier gewärmt und die frisch geschlüpften Küken geschützt werden – eine echte Balanceaufgabe.
Besonders rührend ist zu beobachten, wie behutsam die großen Störche plötzlich wirken: Jeder Schriftt scheint noch vorsichtiger gesetzt zu werden, während die winzigen Küken zwischen den Eiern und dem weichen Nistmaterial liegen.
Nach all den Wochen des Wartens sind nun endlich die ersten kleinen Stimmen und Bewegungen im Nest angekommen.
19.05.2026 – Gespannte Stimmung im Horst
Langsam wird es unruhiger im Horst. Die fünf Eier werden inzwischen häufiger und auffälliger beäugt, beinahe so, als würden die beiden Störche regelmäßig kontrollieren, ob sich darin schon etwas tut. Immer wieder wird das Gelege vorsichtig sortiert, leicht verschoben oder noch einmal sorgföltig in die Nestmulde eingepasst.
Auch das Brutverhalten wirkt jetzt besonders aufmerksam: Die Eier werden sanft gewendet und das Nestmaterial rundherum weiterhin weich und "aufgeflauscht", damit alles gut gepolstert und geschützt bleibt. Die Wechsel auf dem Nest erfolgen inzwischen etwas bedächtiger und konzentrierter.
Für Außenstehende kann es dabei manchmal so wirken, als würden die Störche auf die Eier treten. Tatsächlich passiert es gelegentlich, dass ein Fuß für einen kurzen Moment auf einem Ei landet, bevor das Gewicht langsam verlagert wird. Der Landevorgang ist also nicht immer perfekt zwischen den Eiern platziert, wirkt aber insgesamt erstaunlich kontrolliert, wenn man bedenkt, wie groß diese Tiere sind und wie vorsichtig sie zugleich agieren müssen.
Allmählich dürfte der Schlupf näher rücken. In dieser Phase reagieren Störche oft besonders wachsam auf kleinste Veränderungen im Nest – schließlich kann jederzeit das erste leise Piepsen aus den Eiern zu hören sein.
Im Horst liegt eine spürbar gespannte, aber ruhige Atmosphäre: alles ist vorbereitet, alles ist im Warten.
26.04.2026 – Fünf Eier im Nest
Nun ist auch das fünfte Ei im Nest zu sehen. Die Störche widmen sich ihrer Aufgabe mit großer Ruhe und Sorgfalt. Es wird zuverlässig gebrütet, die Eier werden regelmäßig gewendet und die weiche Nestmulde immer wieder liebevoll nachgearbeitet, sodass alle gut eingebettet liegen.
Mit fünf Eiern hat das Nest nun ordentlich "Gewicht" bekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Umso beeindruckender ist es, wie ruhig und aufmerksam die beiden ihre kleine Schatzsammlung behüten.
Jetzt heißt es vor allem: warmhalten, durchhalten und geduldig auf die nächsten großen Momente warten.
25.04.2026 – Vier Eier und ein schattenspendender Gentleman
Das vierte Ei wurde bereits gestern im Nest entdeckt – das Gelege ist damit weiter gewachsen und macht das Geschehen im Horst noch spannender.
Heute zeigt sich deutlich, wie gut die beiden miteinander harmonieren: Es wird aufmerksam gebrütet, regelmäßig gewendet und das Nest weiterhin liebevoll in Form gehalten.
Bei dem sonnigen Wetter war zudem eine besonders niedliche Szene zu beobachten: Er stellte sich so geschickt vor sie, dass ihr Kopf während des Brütens im Schatten lag – wie ein kleiner, gefiederter Sonnenschirm mit sehr ernstem Auftrag.
Ein herzerwärmender Moment, der zeigt, wie fürsorglich und aufmerksam die beiden miteinander umgehen.
22.04.2026 – Das dritte Ei und weiter offene Möglichkeiten
Heute wurde das dritte Ei im Nest bestätigt. Damit liegt aktuell ein Gelege aus drei Eiern im Horst, das von den Störchen sorgfältig betreut wird.
Die Mulde um die Eier wird weiterhin intensiv bearbeitet und regelrecht „aufgeflauscht“: Das Nestmaterial wird immer wieder zurechtgezupft, neu sortiert und weich ausgepolstert, sodass die Eier gut eingebettet und geschützt liegen. Die Brutpflege wirkt dabei ruhig, konzentriert und bereits sehr eingespielt.
Ob das Gelege damit bereits vollständig ist, bleibt allerdings offen. Es ist durchaus möglich, dass noch weitere Eier folgen – die kommenden Tage werden zeigen, ob sich das aktuelle Bild noch verändert oder ob die drei Eier zunächst so bleiben.
Im Moment liegt jedenfalls eine kleine, gut versorgte Dreiergruppe im Nest, eingebettet in ein zunehmend perfektioniertes „Brutkissen“.
20.04.2026 – Zwei Eier befinden sich im Nest
Die Störche waren bis jetzt richtig fleißig: Inzwischen liegen zwei Eier im Nest, und die Störchin bewacht ihr kleines Gelege mit beeindruckender Hingabe. Während sie immer wieder vorsichtig nachsortiert und die Eier wendet, arbeitet ihr Partner unermüdlich am Ausbau des Horstes. Immer wieder kehrt er mit neuem Nistmaterial zurück – Zweige, Grasbüschel, manchmal sogar überraschende Fundstücke – und verstärkt Schicht für Schicht den Nestwall.
So wächst nicht nur das Gelege, sondern auch das Zuhause der beiden, während sie sich auf den Nachwuchs vorbereiten.
17.04.2026 – Das erste Ei ist da
Heute gab es einen ganz besonderen Moment: Das erste Ei wurde im Nest entdeckt! Die beiden Störche legen weiterhin einen richtigen Bau-Marathon hin und sorgen dafür, dass der Horst immer kuscheliger wird. Der äußere Rand wird fleißig verstärkt, mit stabilen Ästen, die sie oft auch gemeinsam befestigen.
Besonders zauberhaft ist, wie Mama Storch das Nestmaterial behutsam um das Ei schichtet. Mit ihrem Schnabel richtet sie alles immer wieder aus, damit das Ei schön warm und sicher liegt.
Heute ist ein richtig regnerischer Tag, und es nieselt bereits. Es bleibt zu hoffen, dass das Ei das gut übersteht. Zum Glück sind die Küken noch nicht geschlüpft – das weiche Gefieder ist also noch geschützt. Jetzt bleibt es ganz gespannt abzuwarten, was die nächsten Tage bringen.
13.04.2026 – Deutliche Fortschritte im Nestbau
Über das Wochenende hat sich am Nest sichtbar einiges getan. Das über Herbst und Winter gewachsene grüne Gras ist inzwischen kaum noch zu sehen – Peu à peu wurde es mit gelb-braunem Nistmaterial überdeckt. Das Nest wirkt nun deutlich aufgeräumter und bereit für das, was kommen soll.
Die beiden Störche sind aktuell immer häufiger gemeinsam am Nest zu beobachten. Ihr Verhalten lässt kaum Zweifel daran, dass sie es in diesem Jahr ernst meinen: Regelmäßig ist zu sehen, wie sie versuchen, für Nachwuchs zu sorgen.
Dabei geht es nicht immer ganz elegant zu – insbesondere er zeigt mitunter recht plumpe Annäherungsversuche, bei denen sie ihn kurzerhand wieder von ihrem Rücken „abschüttelt“. Ein Schauspiel, das durchaus amüsant anzusehen ist und gleichzeitig zeigt, dass sich die beiden noch aufeinander einspielen.
Es bleibt spannend, wie sich das junge Paar weiter entwickelt – doch die Zeichen stehen im Moment klar auf Familiengründung.
10.04.2026 – Aktivität am Nest
Heute zeigen sich beide Störche deutlich am Nest und sind bereits eifrig dabei, es für die neue Saison herzurichten. Mit viel Ruhe und gleichzeitig geschäftigem Treiben werden Zweige neu sortiert, ausgerichtet und an die richtige Stelle gebracht. Zwischendurch gönnen sich die beiden immer wieder kurze Pausen, in denen sie aufmerksam ihre Umgebung beobachten.
Auffällig ist, dass beide Störche unberingt sind. Daher liegt der Eindruck nahe, dass es sich in diesem Jahr möglicherweise um ein neues Pärchen handeln könnte. Ob sie bleiben werden oder ob „unser“ Storch doch noch seinen Platz zurückfordert, bleibt spannend abzuwarten.
Die Erinnerung an das vergangene Jahr ist dabei noch präsent: Damals hatte sich ein Pärchen ebenfalls zunächst am Nest niedergelassen, wurde jedoch einige Tage später wieder vertrieben. Ob sich die Geschichte wiederholt oder diesmal eine stabile Brutgemeinschaft entsteht, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Für den Moment heißt es: reges Treiben im Nest – und viel Spannung, wie sich die Saison weiterentwickelt.
08.04.2026 – Erste Sichtung der Störche
Vorgestern war es endlich so weit: Unsere Störche wurden zum ersten Mal in diesem Jahr gesichtet. Noch ganz leise und beinahe unbemerkt haben sie sich zurückgemeldet – ein erster Gruß aus dem Frühling, der langsam Einzug hält.
Aktuell zeigen sich Herr und Frau Storch nur sporadisch am Nest, als würden sie sich nach der langen Reise erst einmal orientieren und gemeinsam ankommen. Das Nest selbst trägt noch deutlich die Spuren des Winters – ungeputzt, mit altem Gras bedeckt und noch nicht für die kommende Saison hergerichtet. Es wirkt, als hätte die neue Storchensaison in Schwante gerade erst zaghaft begonnen.
Wir sind gespannt auf die nächsten Tage, wenn aus den kurzen Besuchen wieder mehr Vertrautheit entsteht und beide beginnen, das Nest Stück für Stück herzurichten. Willkommen zurück, ihr zwei – auch wenn ihr euch noch rar macht, wir haben euch schon vermisst.